Ein Einblick in meine Vita

Yaroslav Ivanenko wurde in Kiew in der Ukraine geboren. Seine Tanzausbildung absolvierte er bei der „National Conservatory of Arts“ in Kiew und war danach beim ukrainischen Nationaltheater angestellt. Weitere Karrierepunkte folgten in Tschechien und der Slowakei. 1998 wurde Ivanenko Mitglied des „Hamburg Ballett John Neumeier”, bei dem er viele Soloauftritte tanzte und international tourte.

Noch während er als Tänzer aktiv war, begann er sich regelmäßig der Choreographie zu widmen und erhielt dafür schnell viel Zuspruch in Form von Preisen und Aufträgen. Seine erste Choreografie gewann den Preis “Special Mention of the Jury” beim “International Prix Dom Perignon”. Im darauf folgenden Jahr gewann er ebendort den Preis “Public’s Choice”. Zu jener Zeit choreografierte er oft in kreativer Zusammenarbeit mit Kammermusik-Ensembles. Musikalische Partner waren das Ensemble Resonanz, das Ensemble Sarbande, das Concertino Ensemble, Niklas Schmidt und “Norway’s Vertavo Quartet”, ebenso wie die zeitgenössischen Komponisten Masato Hatanaka und Antonin Comestaz.

Tanz spricht zu uns und durch uns hindurch; Movement ist das Wort, womit wir dies beschreiben. Wenn wir mit der Sprache des Tanzes sprechen, versuchen wir Gefühle, Emotionen und Gedanken auszudrücken. Manchmal können wir damit etwas kommunizieren, wofür es keine Worte gibt. Die Sprache des Tanzes ist sehr ehrlich ­ – Movements lügen nicht.

Nach einem Angebot des Theaters Kiel, Ballettdirektor und Chefchoreograf vor Ort zu werden, entschied er sich 2010 dazu, seine aktive Bühnenkarriere zu beenden.

Ivanenkos Choreografie-Sprache entwickelte sich aus seinem Background als gelernter klassischer Tänzer. Sie ist flüssig und athletisch zugleich, mit Betonung auf anspruchsvoller Technik und der Arbeit der Partner miteinander. Oft verspielt humorvoll, umfasst seine Arbeit erfrischende Neuinterpretationen sowohl aus dem klassischen Kanon, also auch originelle, zeitgenössische Werke und Multimedia-Projekte.